Partnerschaft und
Familienplanung

Jemanden kennen zu lernen fällt noch schwerer, wenn das eigene Selbstbewusstsein durch beispielsweise eine Hautkrankheit leidet. Dabei sollte man sich sein Leben nicht von seinem Leiden diktieren lassen – sondern das Zepter selbst in die Hand nehmen!

Justyna, lebt mit Psoriasis/Psoriasis-Arthritis

Leben mit Schuppenflechte

Ob im Freibad oder im Fitnessstudio: Viele Patienten, die unter einer Psoriasis (Schuppenflechte) leiden, trauen sich oft nicht mehr unter andere Menschen. Die Angst vor Stigmatisierung, dass einen jemand auslacht oder unangenehme Fragen stellt, treiben einen nur umso tiefer ins eigene Schneckenhaus. Gerade großflächige Schuppenflechte sind für Viele ein Grund, die Nähe zu anderen Menschen zu meiden.

Dabei gehört die Psoriasis inzwischen zu den gut behandelbaren Immunerkrankungen und kann, bei entsprechender Therapie, in vielen Fällen vollständig zurückgehen. Und einem das Lebensgefühl zurückgeben, das man so lange vermisst hat.

Dating mit Schuppenflechte

Jemanden kennen zu lernen fällt noch schwerer, wenn das eigene Selbstbewusstsein durch beispielsweise eine Hautkrankheit leidet. Dabei sollte man sich sein Leben nicht von seinem Leiden diktieren lassen – sondern das Zepter selbst in die Hand nehmen!

Denn die Psoriasis ist nur ein kleiner Teil von dem, was einen als Menschen ausmacht. Und wer auf der Suche nach einem Partner daran scheitert, dass dieser einen nur nach dem Äußeren und damit auch den Schuppenflechten beurteilt ... nun, der alte Spruch „Es sind die inneren Werte, die zählen“ gilt auch heute noch – und darum ist eine Erkrankung mit Schuppenflechte zwar für Viele ein Grund, aber noch lange kein Hindernis!

Dabei ist wichtig, sich nicht unter Stress zu setzen. Denn Stress ist unter anderem einer der Auslöser der Psoriasis. Man sollte sich auf sein Inneres konzentrieren und lernen, in sich selbst zu ruhen.

Probieren Sie es doch einmal mit Yoga und Entspannungsübungen – das bringt nicht nur das innere Wohlbefinden wieder ins Gleichgewicht, auch die äußere Wahrnehmung verbessert sich enorm.

Vor allem aber: Seien Sie ehrlich mit sich und Ihrer Erkrankung. Einem potentiellen Partner sollte man keine Geheimnisse gegenüber haben – vor allem nicht, wenn es sich um einen Zustand handelt, für den Sie keine Verantwortung tragen. Trauen Sie sich, gehen Sie vor die Tür, gehen Sie unter Menschen: Sie werden merken, dass jeder Schritt Sie auf Ihrer Reise nur stärker macht.

Familienplanung mit Schuppenflechte

Ist man in einer Partnerschaft, dann kann es natürlich sein, dass irgendwann das Thema Kinder aufkommt. Sofort schießen einem alle möglichen Ängste in den Kopf, vor allem die Frage: Was ist, wenn ich meinem Kind meine Schuppenflechte vererbe?

Ja, das ist möglich, denn die genetische Veranlagung für Psoriasis wird immer weitergegeben. Ob die Krankheit tatsächlich ausbricht, ist aber nicht gesagt. Besonders dann, wenn nur ein Elternteil betroffen ist: Hier sinkt das Risiko. Auf Kinder verzichten muss aber niemand: Die Therapiemöglichkeiten sind heutzutage deutlich besser als noch vor einigen Jahren. Möglicherweise stehen jedoch manche Behandlungsmethoden nicht immer im Einklang mit einem Kinderwunsch, da das Kind langfristige Schäden durch die Einnahme von Medikamenten davontragen könnte. Des Weiteren ist eine Schwangerschaft nicht immer geplant. Deshalb ist der Austausch über die Möglichkeiten mit dem behandelnden Arzt sehr wichtig und unabdingbar. Die Schwangerschaft selbst ist eine Zeit in der viele Gefühle wie Erregung, Glück, Nervosität und sogar Angst auftreten.

Und so wie jede Schwangerschaft anders ist, ist jede gebärende Frau mit Psoriasis einzigartig. Inwieweit sich daher die Schwangerschaft auf die Psoriasis auswirkt, ist sehr unterschiedlich. Jedoch berichten viele Frauen von einer Verbesserung der Psoriasis während der Schwangerschaft. Nach der Geburt kann es oft zu einer leichten Verschlechterung kommen. Wichtig in jedem Fall, sowohl für die Mutter als auch das Kind, ist die Kontrolle der Psoriasis. Es ist notwendig, einen geeigneten Behandlungsplan aufzustellen, da viele Patientinnen trotz Schwangerschaft und Stillzeit auf eine Therapie angewiesen sind und sich nicht jedes Medikament dafür eignet. Darum sollte man schon im Vorfeld der Familienplanung seinen Dermatologen aktiv auf das Thema ansprechen und während der Schwangerschaft auf jeden Fall immer in engmaschiger Absprache mit Dermatologe und Gynäkologe stehen.

Der Austausch über die Möglichkeiten mit dem behandelnden Arzt ist sehr wichtig und unabdingbar. 

Männer, die unter einer Psoriasis leiden, können zudem bei einer unbehandelten Schuppenflechte ihre Fruchtbarkeit beeinträchtigt sehen. Studien haben gezeigt, dass die Entzündungen, die mit der Krankheit einhergehen, sich negativ auf die Zeugungsfähigkeit auswirken kann. Das liegt daran, dass das hormonelle Profil sowie die Geschlechtsdrüsen des Mannes negativ beeinflusst werden. Darum sollten an Schuppenflechte erkrankte Männer, die eine Familie gründen wollen, in jedem Fall einen Arzt konsultieren und sich beraten – und vor allem behandeln – lassen.

Für weitere, umfassende Informationen werfen Sie einen Blick in unsere Broschüre zum Thema!

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