Psoriasis
Krankheitsbild

Wenn die Haut schuppt und sich rötlich verfärbt, kann Psoriasis (Schuppenflechte) der Grund dafür sein. Schuppenflechte ist eine nicht ansteckende, entzündliche Erkrankung.

Was ist
Schuppenflechte?

Psoriasis, auch im Volksmund unter Schuppenflechte bekannt, ist eine chronisch verlaufende Erkrankung und bisher zwar noch nicht heilbar, aber in den meisten Fällen gut zu behandeln. Die Entstehung basiert auf einer fehlgeleiteten Reaktion des Immunsystems. Dabei werden u.a. zu viele entzündungsfördernde Botenstoffe produziert und somit die Zellen dazu angeregt, sich verstärkt zu vermehren. Das bedeutet: der Körper bildet stetig und, anders als bei einem gesunden Körper, im Übermaß neue Hautzellen.

Gaby, lebt mit Psoriasis/Psoriasis-Arthritis

Die Ursachen von Schuppenflechte

Obwohl seit über 2500 Jahren bekannt, sind Forscher bis heute damit beschäftigt, der Entstehung der Psoriasis nachzugehen. Noch immer ist die Frage nach der genauen Ursache der Krankheit, die den meisten Menschen als Schuppenflechte ein Begriff ist, nicht abschließend geklärt. Die entzündliche Hautreaktion wird als ein Wechselspiel zwischen Komponenten des angeborenen und des erworbenen Immunsystems verstanden. Neben der genetischen Komponente, welche eine Entstehung der Schuppenflechte begünstigen kann, können bestimmte Auslöser, sogenannte Trigger, zum Ausbruch der Krankheit beitragen. Diese können sowohl physischen oder psychischen Ursprungs sein wie z. B. Infektionen, Verletzungen, Stoffwechselstörungen, Hormonschwankungen, erhöhter Alkoholkonsum und Rauchen oder auch seelischer Stress.

Das sind die typischen Zeichen

Die folgenden Merkmale sind typisch für eine Psoriasis. Das Erscheinungsbild kann jedoch individuell und je nach Form (Psoriasis vulgaris, Plaque Psoriasis, Plaque inversa, Psoriasis pustulosa) stark variieren. Es können kleine oder großflächige Hautareale, aber auch z.B. die Nägel betroffen sein.

Mögliche Hautveränderungen:

  • scharf begrenzte Hautrötungen (erhaben)
  • schuppende, trockene Hautflächen (weißlich glänzend)
  • verletzliche, nässende Haut unter den Schuppen
  • Juckreiz

Betroffene Hautareale:

  • Ellenbogen, Knie
  • Kopfhaut
  • Bauchnabel, Pofalte

Gemeinsam mit dem behandelnden Arzt sollten bei der Diagnose andere schuppende Hauterkrankungen wie Neurodermitis ausgeschlossen werden. Und wenn Schmerzen in den Gelenken festgestellt werden, könnte auch eine Psoriasis-Arthritis dahinterstecken. Hier ist nicht nur die Haut entzündet, sondern auch die Gelenke. Dies hat eine eingeschränkte Beweglichkeit zur Folge. Somit ist es wichtig, auch über Gelenksschmerzen beim Dermatologen zu sprechen.

Warum bei Schuppenflechte mehr wichtig ist als nur die Haut

Die Schuppenflechte ist oftmals nicht nur eine Erkrankung, die man auf der Haut sieht. Ob und in welchem Ausmaß eine Begleiterkrankung bei einem Betroffenen ausbricht, lässt sich nicht vorhersagen. Es können z. B. körperliche Veränderungen auftreten, welche mit dem Stoffwechsel zu tun haben (Metabolisches Syndrom). Zum Beispiel erhöhter Blutzuckerspiegel, Bluthochdruck, Fettleibigkeit oder Störung des Fettstoffwechsels. Darüber hinaus kann sich das Ausbrechen der Schuppenflechte auch auf Herz-Kreislauf- und Gefäß-Erkrankungen, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder Zahnfleisch-Entzündungen auswirken.

Psyche: mit der Krankheit
leben, ohne zu verzweifeln

Da die Schuppenflechte für die Betroffenen eine große körperliche, emotionale und soziale Belastung darstellt, kann die Lebensqualität oft erheblich eingeschränkt sein. Patienten mit Psoriasis empfinden häufig einen sehr hohen Leidensdruck, der sich auch aus den psychischen Belastungen ergibt.

Dazu gehören beispielsweise mögliche Stigmatisierung in der Gesellschaft auf Grund der auffälligen Veränderungen der Haut und der daraus resultierenden Scham dazu - und nicht zuletzt dem mangelnden Selbstbewusstsein und der Ungewissheit, wann der nächste Krankheitsschub auftritt. Das bedeutet: die Schuppenflechte steht in einer engen Wechselwirkung zur Psyche. Dies sollte in jedem Fall in den Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten berücksichtigt werden.

Für weitere, umfassende Informationen werfen Sie einen Blick in unsere Broschüre zum Thema!

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Hätten Sie’s gewusst?

Es muss nicht bei einer Schuppenflechte bleiben. Bei 30% der betroffenen Menschen entwickelt sich auch eine Gelenk-Beteiligung. Diese sogenannte Psoriasis-Arthritis gehört zu den rheumatischen Krankheiten.